Farbseparation

 
Nutzung der Farbseparation für praktische Anwendungen
Modifikation der Farbinformationen

Bei farbigen Rasterdaten kann die Farbgebung u. U. für praktische Anwendungen geschickt ausgenutzt werden. Beispiele hierfür sind:



Um diese Möglichkeiten deutlich zu machen, werden typische Praxisbeispiele aufgeführt, die belegen, wie effektiv man dieses Verfahren einsetzen kann.




Fall 1: Verbesserung der Farbqualität

Häufig entscheiden sich Kunden erst recht spät für das Scannen ihrer Unterlagen. Diese Pläne sind dann oft in einer schlechten Qualität. Der Hintergrund ist vergilbt und die Farben verblasst.
In dieser Situation ist es vorteilhaft, wenn nach dem Scannen eine Nachbearbeitung der Rasterdaten stattfindet. Die einzelnen Farben werden hierbei editiert und umdefiniert. So erreicht man, dass der Hintergrund wieder weiss wird und die wichtigen Farben des Planes angehoben werden. Mit dieser Prozedur, die automatisiert werden kann, erreicht man mit ganz geringem Aufwand eine wesentliche Verbesserung des Planbildes (siehe Qualitätsverbesserung).




Fall 2: Erstellung von Flächenbilanzen

Für einen Farbplan, der verschiedenfarbige Flächendecker enthält, sollen Flächenbilanzen erstellt werden. Bei klassischer Vorgehensweise müssten alle Flächeninhalte ermittelt und dann zusammengefasst werden.
Mit Hilfe der Farbseparation selektiert man die jeweils interessierenden Farben, lässt automatisiert die Pixel zählen und errechnet aus der Anzahl der Pixel und dem Maßstab direkt die Flächenbilanzen. Dieses Verfahren hat Kosten, die unter einem Zehntel des klassischen Verfahrens liegen.




Fall 3: Separation von Kataster und Leitungsbestand aus einem Plan

Viele Versorgungsunternehmen haben auf Basis von Kopien der Flurkarte ihren Leitungsbestand in dieselbe Unterlage kartiert. Wenn jetzt der Schritt zu einem GIS vollzogen werden soll, interessiert nur noch der vorhandene Leitungsbestand auf der Basis der neuen ALK.
Klassisch gelingt dieser Schritt nur durch Neudigitalisierung des Leitungsbestandes.
In vielen Fällen läßt sich diese Situation aber viel kostengünstiger aufbauen. Da die Kopien im Laufe der Zeit vergilben, der Leitungsbestand aber in Tusche eingezeichnet ist, lassen sich Kataster- und Leitungsbestand über Farbseparation trennen. Auf diese Weise kann im GIS der neue ALK Bestand mit dem Raster-Leitungsbestand hybrid zusammengefügt werden. Diese Arbeiten sind in kurzer Zeit mit nur einem Bruchteil der Kosten der klassischen Vorgehensweise durchführbar.


Originaldatei


Separation des Katasters (schwarz)


Separation der Leitungen (grün)


Separation der Bemassung




Die heutige Rasterbearbeitungstechnologien sind den meisten Kunden hinsichtlich ihrer enormen Möglichkeiten für den Praxiseinsatz nicht bekannt. Nehmen Sie deshalb Kontakt mit uns auf, wenn es um das Scannen von Plänen geht. Wir haben schon vielen Kunden wertvolle Tipps für die Realisierung ihrer Vorhaben geben können.



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